Patenschaft für LehrerInnen
Es gibt Hilfsorganisationen, die Patenschaften vermitteln, damit Kinder in armen Ländern zur Schule gehen können. Der Verein Maendelo macht das auch.
Seit wir aber die Schule in Ikoma gebaut haben, gehen wir einen andern Weg - wir unterstützen die Lehrpersonen.
Warum Lehrkräfte unterstützen?
Im Kongo sollten Lehrer vom Staat den Grundlohn von rund 40 Dollar erhalten. Der Erziehungsminister hat aber erklärt, der Staat hätte nicht genug Geld, also erhalten viele Lehrer keinen Lohn - dazu gehören auch die LehrerInnen in Milondola. Deshalb haben die Schulen 1994 begonnen, Schulgeld zu verlangen - zwischen einem Dollar in Milondola und bis 20 Dollar in der Stadt Bukavu.
Nur 30 Prozent der Eltern können Schulgeld bezahlen
Von den 250 Kindern in Milondola können nur 70 den Dollar Schulgeld monatlich raufbringen, so gross ist die Armut. In den meisten Schulen gilt: Kinder, die nicht bezahlen, fliegen von der Schule.
Wir haben beschlossen, dass in Milondola kein Kind von der Schule verwiesen wird.
Deshalb zahlen wir den Lehrkräften den bescheidenen Grundlohn von 40 Dollar pro Woche. Zum Vergleich: 1 Kilo Zucker, Mais- oder Maniokmehl kostet einen Dollar.
LehrerInnen, Schulteams zahlen einem Kollegen im Kongo Lohn.
Wir
suchen in der Schweiz LehrerInnen, Schulteams oder andere liebe Menschen, die bereit sind, einer Lehrperson im Kongo zu einem Lohn zu
verhelfen. Sie zahlen regelmässig 40 Dollar pro Monat, wenig für gut Verdienende in der Schweiz, ganz viel Hilfe für einen Kollegen, eine Kollegin im Kongo.
Zusatzeinkommen dank Tierzucht: 2012 Ziegen

2009 gab der Verein jeder Lehrperson 10 Hühner. Idee war, dass sie durch Hühnerzucht Zusatzeinkommen für sich und die Schule generieren. Nach einem ermutigenden Start schlug 2010 die Hühnergrippe zu, nur wenige Hühner haben überlebt.
2012 starten wir einen neuen Versuch mit Ziegen. Ziegen sind einfach in der Haltung und versprechen gutes Einkommen. Ziegenfleisch ist das meist gegessene Fleisch auf dem Lande, eine Ziege kostet 50-70 Dollar!