Verein Maendeleo - Entwicklungsprojekte im Süd-Kivu, DR Kongo - von Worten zu Taten
Radio Maendeleo (RM)
Kurzportrait
Radio Maendeleo wurde 1994 gegründet als"radio associative et communautaire" von mehreren Nicht-Regierungs-Organisationen. Es war damals die einzige Alternative zum
staatlichen Sender RTNC. Unter der Leitung von Direktor Kizito Mushizi etablierte sich www.radiomaendeleo.org als unabhängige und kritische Stimme im Süd-Kivu. Es bekam dafür auch die harte Hand der Regierung zu spüren und wurde zweimal geschlossen, einmal für eineinhalb Jahre. Maendeleo ist heute eines von 11 Radios in Bukavu, zusammen mit Radio Okapi, dem Radio der UNO, ist RM das meist gehörte im Süd-Kivu.
Maendeleo sendet moderiertes Programm von 0530 bis 22 00 Uhr. Das Programm wird bestritten von 12 RedaktorInnen/PräsentatorInnen, sie produzieren drei Nachrichten-Sendungen pro Tag, je in Französisch und Kisuaeli, dazu Diskussionssendungen mit HörerInnenbeteiligung. Wichtiger Teil von Maendeleo sind die 130 Radio-Clubs verteilt über den ganzen Süd-Kivu. Die ersten entstanden 1995 unter der Supervision von Sostène Birali als Clubs, die Sendungen miteinander diskutierten. In der Zwischenzeit produzieren sie eine tägliche Sendung und versorgen RM mit Nachrichten aus Dörfern, die zum Teil kaum zugänglich sind. RM rüstet die Clubs dafür aus mit Kassettengeräten, Telefonen und bildet Animatoren der Clubs weiter. Die Bedeutung der Radio-Clubs für Maendeleo wird bald noch steigen, aus ihren Reihen werden Ende Juli 12 "ländliche Korrespondenten" ausgebildet, das Team, das die Clubs betreut, soll von einer auf 4 Stellen aufgestockt werden.

Zeitgemässe Produktionstechnik dank Eirene und Schweizer Hilfe
Bis Mitte 2008 arbeiteten die JournalistInnen mit einfachsten Mitteln, schrieben ihre Beiträge von Hand und nahmen Interviews auf mit Kassettengeräten. Seither arbeitet Maendeleo zusammen mit Hans-Jörg Enz daran, den Anschluss ans Informatik-Zeitalter zu schaffen. Als erstes wurden professionelle digitale Aufnahmegeräte angeschafft und drei Mini-Studios gebaut, wo die Redaktoren auf Laptops ihre Beiträge schneiden können. Die Laptops sind ein Geschenk von Radio DRS.










Philippe Koller erklärt den einheimischen Technikern die Arbeit

Im August 09 kamen Philippe Koller vom tpc, dem Produktionscenter der Schweizer Fernsehens, und Simon Schmid, Radio DRS in Bukavu, um - zusammen mit den Technikern von Maendeleo - zwei neue Studios in Betrieb zu nehmen und das Personal zu schulen. Das Projekt wurde finanziert von Eirene und einem nicht genannt sein wollenden Gönner in der Schweiz.
Zusätzlich haben viele Leute für dieses Projekt Gratisarbeit geleistet. Ein ganz grosser Dank gebührt Jean-Pascal Ruch von der Firma Decibel in Vevey. Er baut seit Jahrzehnten Radiostudios in Libyen, Algerien und Tunesien. Für dieses Projekt hat er uns kundig beraten und Material zu sehr guten Bedingungen geliefert. Merci bien.
Bis Ende 2009 stellen die Journalisten und Techniker jetzt auf eine Radio-Produktion um, wie sie in Europa seit mindestens 10 Jahren üblich ist.
Mit dem neuen Material sind die Journalisten in der Lage, anspruchsvollere Sendeformen zu produzieren, die Hörer können profitieren von einem besser empfangbaren und verständlichen Programm.


 



 
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